Kalltal 2011.

Die Kalltaltour 2011

Nach kurzer Informationsphase - "Der Track steht"- simste der Maitre rund und man traf sich in berauschender Anzahl um 9:00Uhr pünktlich am Kötertreff. Vieleicht erschien ja noch jemand zum geplanten Start um 10:00Uhr in Brück?
Es ging ins Kalltal. Startpunkt war der Bahnhof in Nideggen / Brück. Bei noch frostigen 2°C wurde das Bike gesattelt.

Nach kurzer Nachfrage bei den Radlerkollegen entschieden wir uns beide schon gegen 9:45Uhr an Fahrt aufzunehmen.Locker flockig ging es entlang der Rur in Richtung Zerkall.
An der alten Papierfabrik ging es Kallaufwärts. Es war immer noch recht schattig und der Frost steckte im Boden. Dies störte uns genausowenig, wie die Camper die hier Ihr Zelt aufgeschlagen hatten und wohl noch in der wohligen wärme des eigenen Sackes dösten.

Der Sonne entgegen entlang der Wiesen strampelten wir Kallaufwärts in Richtung Simonskall.
Hier am Touristischenn Knotenpunkt der Kallmitte verläuft eins der schönsten Stücke des Kalltalwanderweges bis zur Queerung der K36.Hier liegt auch der von Wanderern frequentierte Parplatz zur Kalltalsperre.


Der Wanderverkehr hielt sich auch hier noch in Grenzen.Stetig bergan erreichten wir dann die Staumauer der kleinsten Eifeltalsperre.

Mit dem Bau der Kalltalsperre wurde am 21. März 1934 begonnen.
Das Jahr 1934 war ein bedeutsames Jahr für die Talsperrenwirtschaft in der Eifel, weil in diesem Jahr neben der Talsperre Heimbach auch mit der größten Eifeltalsperre Schwammenauel im Rahmen sogenannter Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen begonnen wurde.
Die Regierung Brünung hatte bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein Programm zur Hilfeleistung der notleidenden Eifelbevölkerung geplant.
Da hier ein Erfolg sehr schnell erkennbar war, deklarierten die Nazis diese Maßnahme als ihre Idee. Am 8. Januar 1936 wurde die Talsperre zum erstenmal eingestaut. Die Einweihung fand am 23. August 1936 statt.

Einige Technische Daten der Talsperre:
Länge des Dammes 180,0 m
Stauziel 420,77 m über NN
Kronenbreite 5,0 m
Dammvolumen: 230.000 m3
Betonvolumen: 13.000 m3
Größte Höhe der Talsperre über Sohle: 34,0 m
größte Fußbreite: 164,0 m
Einzugsgebiet: 29,0 Km2
Mittl. Jahreszufluss: 17,8 Mio m3
Auffangvolumen: 2,10 Mio m3

OK-genug der fernen Historie, Für uns beide ging es weiter am Talsperrenufer bis zum Abzweig nach Rollesbroich. Den sehr schmackhaften Trail schaffte ich noch bis zum Ende - aber unten wieder auf Asphalt angekommen,
musste ich feststellen : Gang zu hoch + Kraft zu klein + Klickis drin - Null Vortrieb= Touch down. Blöd halt. Dabei war das Ding so schön.


Weiter ging es für uns jetzt am anderen Talsperrenufer.Stetig Bergan schoben wir uns auf den höchsten Punkt der Tour zu.Kurz vor Raffelsbrand ging es links weiter. Auf den zwar breiten Fahrspuren ging es zum für mich schönsten Part der Tour,der Ochsenkopf Weg verläuft ziemlich parallel zur B399 durch ein wirklich uriges Tannenwaldgebiet mitten im Hürtgenwald.
Entlang des Weges zur L160 trafen wir dann auf voll aktive Waldarbeiter die uns den Weg schön durchgemulscht hatten. Getreu dem Motto geputzt wird später ging es weiter durch den Hürtgenwald. Hier wurden dann auch zwecks Vergangenheitsbewältigung einige Gedenksteine für die Gefallenen der Allerseelenschlacht aufgestellt.


Nach der L160 erreicht man eine Spitzkehre. Hier machten wir kurz Rast um ein weiteres Überbleibsel der Stahlbetonierten Vergangenheit zu Fuß zu besuchen.

- Der Bonker- was wohl u.A. als Flakstellung diente, denn der Ausblick auf die Gegenüberliegende Talseite ist genial.
Weiter ging es z.Teil steil bergab nach Simonskall. Nächstes Ziel war es, von der Kall abzuzweigen und den Anstieg nach Berstein zu nehmen. Der Anstieg war mir noch in guter Erinnerung. Wieder einmal blieb nichts anderes zu erwähnen als: Bergstein- hat seinen Namen verdient.

Den Krawutschke Turm ersparten wir uns. Dafür wurden wir durch den anschliessenden Trail sehr entschädigt.


Nette Wanderer die Bergauf unterwegs waren liessen sich sogar zu einigen Sätzen hinreissen. Wirklich nett - so gehts auch. Freundlich wie wir halt sind gings weiter nach Zerkall zur Rur und zum Auto.


Schön.

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